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Der Dokumentarfilm "Goodnight Nobody" begibt sich in die geheimnisvolle Welt der Schlaflosen. Vier Insomniacs aus verschiedenen Ländern und Kontinenten laden uns ein, ihre Welt für eine Nacht zu teilen. 

 



   Aktuell:
   15.03.2012 - Beitrag im ZDF heute journal
 



Der ästhetisch inszenierte Film zeichnet ein dokumentarisches Traumbild der Nacht und nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch Raum und Zeit.

Vier unterschiedliche Personen, ein Schicksal: ihre Nacht gleicht dem Tag. Jeder der Protagonisten hat seine ganz eigene Art, mit der Schlaflosigkeit umzugehen und sich der Zeit zu stellen. In Burkina Faso sitzt Jérémie auf einer Freiluftbühne und schaut in den Nachthimmel. Wenn alles um ihn herum schläft, wird das städtische Theater zum Schauplatz seiner Phantasien und Träume. Mitten in Shanghai wandert Lin Yao unruhig durch die Wohnung und murmelt Sätze aus dem Schulbuch. Der Leistungsdruck hat die junge Chinesin fest im Griff und macht ihre Nächte zu einem Albtraum im Wachzustand. In einer abgelegenen Provinz nahe der weißrussischen Grenze schenkt sich Fedir einen Wodka ein und starrt über Stunden zur Decke. Der Ukrainer hat die Hoffnung auf nächtliche Erholung längst aufgegeben. In Arizona kurvt Mila ziellos durch menschenleere Vororte auf der Suche nach irgendeiner Beschäftigung. Nach jahrelanger Übung besitzt die junge Amerikanerin einen kreativen Umgang mit der überschüssigen Zeit...

Mit "Goodnight Nobody" gelingt Regisseurin Jacqueline Zünd ein filmisches Essay über seltsame Früchte der Langeweile, nächtliche Wachträume und die verzweifelte Suche nach innerer Ruhe. Die einzelnen Geschichten folgen dem ruhigen Rhythmus der Nacht; die nahezu unwirklich anmutenden Szenerien erzeugen einen hypnotisierenden Sog, der den Übergang zwischen Realität und Phantasie scheinbar schlafwandlerisch aufhebt.

Internationale Festivals haben "Goodnight Nobody" diverse Auszeichnungen eingebracht. Besonders hervorzuheben sind die Ehrung als Best Newcomer beim VISIONS DU RÉEL in Nyon, die Lobende Erwähnung im "Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm" des DOK Leipzig und die Ehrung mit dem Zürcher Filmpreis als eine der höchst dotierten Schweizer Auszeichnungen sowie der im Rahmen des Sebastobol Documentary Film Festivals (USA) vergebene Jury Prize. Darüber hinaus erhielt der Film beim Fünf-Seen-Filmfestival 2011 den Dokumentarfilmpreis. Gelobt wurden in besonderer Weise "die konsequente künstlerische Form" (DOK Leipzig) sowie das "hervorragende Casting und die für die große Leinwand inszenierten und getakteten Bilder" (Zürcher Filmpreis) des Films. Darüber hinaus wurde "Goodnight Nobody" mit dem diesjährigen Schweizer Filmpreis Quartz 2011 für die Beste Filmmusik ausgezeichnet.

"Goodnight Nobody" ist neben Beyond this place das zweite Dokumentarfilmprojekt von mixtvision in Kooperation mit Docmine. Der prämierte Film läuft seit Anfang Februar 2011 in den Schweizer Kinos. Der Kinostart in Deutschland ist am 15. März 2012.

Hier geht's zum Trailer.


„Goodnight Nobody - verstörend schön dokumentiert Regisseurin Jacqueline Zünd Lebenswege ohne Schlaf: Unaufgeregt, geduldig sieht die Kamera den Protagonisten beim Immerwachsein zu.“ ZDF heute journal

"Auf subtile Weise gibt er sich nur dem Rhythmus der Nacht hin, den die Protagonisten vorgeben. Der Tag ist hell und schnell, die Nacht dunkel und langsam. Das Spiel mit Gegensätzen, dem Zeitraffer und dunstigen, nie ganz klaren Bildern, wird zur Kunstform." Süddeutsche Zeitung

"Etwas vom Schönsten, das derzeit auf der Leinwand läuft." Züritipp

"Schon eher erinnert "Goodnight Nobody" an Jim Jarmuschs legendären Episodenfilm "Night On Earth". [...] Es sind vor allem die im Wortsinn traumhaften Nacht-Bilder, die diese Dokumentation zu einem hinreißenden Erlebnis machen." Sonntagsblatt

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